top of page

Willkommen in der Gemeinde: So wird Kirche autismusfreundlich und inklusiv

  • lkuster6
  • 21. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Gottesdienstsaal mit Fenstern rechts, viel warmem Holz an der Decke, eine Bühne mit weisser Leinwand, Kreuz und Musikinstrumente der Band, Holzstühle mit Tischchen dazwischen

Warum autismusfreundliche Kirchen wichtig sind

Viele Menschen möchten Glaube und Gemeinschaft in der Kirche erleben und stossen dennoch an unsichtbare Barrieren. Autistische Menschen und Familien mit autistischen Kindern berichten, dass Gottesdienste oft zu laut, zu hell oder zu überfordernd sind. Studien zeigen, dass sie deutlich seltener regelmässig teilnehmen. Gemeinden haben die Chance, Räume zu schaffen, in denen jeder willkommen ist und seine Gaben einbringen kann.


3 Tipps, wie Kirchen autismusfreundlicher werden


1. Auf die Sinne achten

Autistische Menschen nehmen Licht, Geräusche, Gerüche und Menschenmengen intensiver wahr. Kleine Anpassungen helfen enorm:

  • Gedimmtes, warmes Licht statt greller Beleuchtung

  • Lautstärke anpassen, Ohrstöpsel als Option

  • Ausreichend Abstand zwischen Sitzplätzen, Rückzugsorte schaffen

  • Gerüche reduzieren (Essen, Parfüm, Kerzenwachs)

  • Separater Raum mit Livestream für mehr Ruhe


    2. Sprache und Kommunikation klar gestalten

    Kirchliche Sprache ist oft emotional und bildhaft. Klare Formulierungen helfen:

  • Wörtliche und verständliche Aussagen, keine Ironie oder „zwischen den Zeilen“

  • Gleichnisse erklären und in heutige Zeit übertragen

  • Fragen und Zweifel zulassen – ein Raum für analytisches und wortwörtliches Denken


    3. Kinder, Jugendliche und Eltern unterstützen

    In der Sonntagsschule kann es für autistische Kinder schnell überfordernd werden.

  • Kein Zwang/Motivieren zum Singen, Basteln oder Mitspielen

  • Nachfragen, was das Kind verträgt

  • Patenprogramm für Kinder/Jugendliche oder auch Erwachsene, die alleine zum Gottesdienst kommen

  • Verständnis für Eltern, die besondere Rücksicht wünschen

Gemeinde inklusiv gestalten – Herzensoffenheit zeigt Wirkung

Autismusfreundliche Kirchen brauchen keine grossen Programme, sondern Aufmerksamkeit, Wissen und kleine Anpassungen: Licht, Lautstärke, Sprache, Strukturen und Rückzugsräume. So entsteht ein Ort, an dem jeder in seiner eigenen Weise Glauben leben kann.


Jetzt handeln: Wenn du deine Gemeinde autismusfreundlicher gestalten möchtest oder verstehen willst, was dich oder dein Kind im Gottesdienst überfordert, vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch. Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen Teilhabe und Glaube für alle möglich sind.






Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page