Meltdown oder Trotz? Wie du Überlastung bei deinem Kind erkennst und gelassen reagierst
Aktualisiert: 9. Sept.

Ein Meltdown sieht oft aus wie ein Wutanfall, ist aber etwas anderes.
Trotz hat meist mit Wollen zu tun: "Ich möchte das nicht."
Bei einem Meltdown geht es dagegen um ein Nicht-mehr-Können: "Ich kann gerade nicht mehr."
Besonders bei autistischen Kindern kann ein Meltdown entstehen, wenn zu viele Reize, Anforderungen oder Gefühle gleichzeitig zusammenkommen. Das Nervensystem ist überlastet und dein Kind kann die Situation in diesem Moment nicht mehr regulieren.
3 Schritte, die dir helfen können
1) Ruhe bewahren
Sprich möglichst wenig und verzichte auf Erklärungen oder Diskussionen. Berühre dein Kind nicht ungefragt und reduziere Reize soweit es möglich ist.
Deine Ruhe kann deinem Kind helfen, wieder mehr Sicherheit zu spüren.
2) Aushalten
Ein Meltdown ist keine Absicht und kein Verhalten, das dein Kind bewusst einsetzt. Bleib in der Nähe, wenn dein Kind das zulässt, ohne zu bewerten oder zusätzliche Anforderungen zu stellen..
Deine ruhige Präsenz vermittelt: Du bist nicht allein. Ich bin da.
3) Nachsorge
Nach einem Meltdown ist dein Kind oft erschöpft und braucht zunächst Ruhe, manchmal sogar Schlaf.
Erst wenn wieder genügend Kapazität da ist, könnt ihr gemeinsam schauen:
Was war zu viel?
Welche Reize oder Anforderungen waren belastend?
Was könnte beim nächsten Mal entlasten?
So kannst du nach und nach besser verstehen, was dein Kind braucht und Überlastung früher erkennen.
Ein Meltdown ist kein Erziehungsproblem
Er zeigt, dass die Belastung gerade grösser ist als die verfügbaren Kapazitäten.
Und auch du musst solche Situationen nicht allein bewältigen.
Wenn du dir mehr Sicherheit im Umgang mit Überlastung und Meltdowns wünschst, begleite ich die gerne. Empathisch, alltagsnah und individuell auf dich und dein Kind abgestimmt.




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